Endlich Italienisch!

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Jahrelanges Italienischlernen ohne Erfolg? So lernst Du mit Erfolg UND Spaß!

· von Julia

Du lernst schon seit Jahren Italienisch oder eine andere Sprache, aber kommst irgendwie nicht voran oder es macht Dir keinen Spaß? Du paukst ständig Vokabellisten, aber irgendwie kriegst Du im Urlaub immer noch keinen Satz raus? Wenn ein Italiener mit Dir redet, verstehst du nur Bahnhof? Du musst Dich immer dazu aufraffen, endlich mal wieder zu üben, findest aber nicht die richtige Motivation? Oder aber Du hast gerade erst angefangen und möchtest einfach Tipps haben bzw. die richtige Methode für Dich finden, die Dir Vergnügen bereitet und Dich dazu motiviert, am Ball zu bleiben? In jedem Fall bist Du hier genau richtig!

Ich möchte hier meine Erfahrung mit Dir teilen, wie ich in ca. drei Jahren das Niveau C1 in Italienisch ohne (zu) große Anstrengung erreicht habe. Die folgenden Tipps und Tricks lassen sich natürlich auch auf jede andere Sprache anwenden.

Keine Lust mehr auf Vokabellisten? Es gibt auch modernere Alternativen

Zu Beginn möchte ich einmal die folgende Aussage in den Raum werfen: Vokabellisten bringen nicht sehr viel. Ganz ehrlich: Welcher Schüler hat wirklich Lust, sich freiwillig hinzusetzen und diese ganzen Vokabeln auswendig zu lernen? Irgendwie mussten wir uns doch alle in der Schule dazu zwingen oder uns von unseren Eltern dazu zwingen lassen, hab ich Recht? Meistens konnte man sie sich erst nach mehrmaligem Wiederholen merken und selbst dann konnte man sie vielleicht nicht mal benutzen bzw. in Sätze einbauen oder in einer anderen Reihenfolge aufsagen! Da ist es nur verständlich, wenn Schüler keine Lust haben, Fremdsprachen zu lernen.

Also keine Angst, Du kannst erstmal aufatmen! Es ist nicht Dein Schicksal, für immer und ewig langweilige Vokabellisten zu büffeln. Es geht auch anders!

Um neue Wörter schneller im Kopf zu behalten ist eines sehr wichtig: der Kontext. Es ist viel hilfreicher für Dein Gehirn, wenn das neue Wort in einem Satz verwendet wird oder es ein Bild dazu gibt, sprich wenn Du z.B. siehst, wie ein Muttersprachler ein Dir unbekanntes Wort benutzt und dabei noch auf die Sache zeigt. Aus diesem Grund lernt man bei einem Auslandsaufenthalt auch viel schneller.

Nun, wie geht das jetzt, wenn man zuhause ist und gerade keinen Muttersprachler dahat? Mit Videos, Filmen, Podcasts, Büchern bzw. Texten oder Liedern.

Manchmal reicht es auch, wenn man ein Wort nur einmal, z.B. in einem Film, hört und man prägt es sich schon ein, einfach weil der Kontext da ist.

Umgib Dich mit der Sprache und gewöhne Dich an ihren Klang!

Mein größter Tipp ist: Setze Dich so viel es geht der italienischen Sprache aus. Das heißt im Konkreten: Morgens beim Frühstück machen ziehst Du dir eine italienische Podcast-Folge rein, auf dem Weg zur Arbeit hörst Du italienische Musik, am Abend liest Du ein Buch oder schaust ein Video oder einen Film auf Italienisch. Das war nur ein Beispiel, aber das meine ich mit „gewöhne Dich an die Sprache” (Stichwort: Immersion!).

Es geht gar nicht so sehr darum, dass Du alles verstehst. Das musst Du gar nicht. Nur irgendwann, wenn es ans Sprechen geht, wird das enorm von Vorteil für Dich sein. Du erinnerst Dich plötzlich an Formulierungen, die Du schon oft in Videos, Filmen oder Podcasts gehört hast oder Du bekommst ein Gespür dafür, was richtig klingt und was nicht. Aber vor allem wird Deine Aussprache davon profitieren. Irgendwann wird es sogar so weit gehen, dass Dir die Sprache so bekannt sein wird, dass Du sie irgendwie schon als ‚Muttersprache’ ansiehst, obwohl Du sie nicht mal fließend beherrschst. Einfach weil Du sie so oft gehört hast, dass sie ‚ein Teil von Dir’ geworden ist.

Zuerst passiv, dann aktiv

Vielleicht kennst Du das Problem: Du verstehst Italienisch ziemlich gut, kannst aber nicht wirklich sprechen? Das ist am Anfang ganz normal. Das passive Sprachverständnis kommt nämlich vor dem aktiven. Du hast vielleicht das Gefühl, dass Du die Sprache schon lange lernst und sie mittlerweile ziemlich gut verstehst, aber irgendwie kannst Du nicht sprechen oder schreiben? Keine Angst, das bedeutet nicht, dass Du in dieser Zeit keine Fortschritte gemacht hast. Im Gegenteil: Es ist sogar ein gutes Zeichen. Dein Gehirn sammelt gerade alle nötigen Informationen, die Dir später sehr hilfreich sein werden. Es ist genau wie bei Kindern, die zuerst verstehen lernen, bevor sie sprechen können.

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